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Es geht los. Der allgemeine Ticketverkauf für das allererste NFL-Regulärsaisonspiel in Frankreich hat am Donnerstag, den 16. Juli, um 12 Uhr begonnen. American-Football-Fans können ab sofort ihre Plätze für das Spitzenspiel zwischen den Pittsburgh Steelers und den New Orleans Saints reservieren, das am Sonntag, den 25. Oktober 2026, um 14:30 Uhr im Stade de France stattfindet. Eine historische Premiere, die sich als das Sportereignis des Herbstes ankündigt.
Steelers gegen Saints: ein Spektakel, das es in sich hat
Die NFL hat bei ihrem Einstieg in den französischen Markt keine halben Sachen gemacht.
Die NFL hat bei ihrem Einstieg in den französischen Markt keine halben Sachen gemacht. Auf der einen Seite stehen die New Orleans Saints, die für dieses „Paris Game“ als „Heimteam“ bestimmt wurden und über einen konkurrenzfähigen Kader sowie eine bereits solide Fangemeinde in Europa verfügen. Auf der anderen Seite stehen die Pittsburgh Steelers, eines der erfolgreichsten Teams der Geschichte – mit sechs Super-Bowl-Siegen – und einem möglichen Comeback des legendären Quarterbacks Aaron Rodgers, eines zukünftigen Hall-of-Fame-Mitglieds, der in der Saison 2026 das schwarz-gelbe Trikot tragen könnte.
Das Spiel wurde am 13. Mai von der Liga offiziell bestätigt, die sich nach dem Erfolg der internationalen Spiele in London, München, São Paulo und Mexiko-Stadt für Frankreich entschieden hat. Das Stade de France mit seinen 80.000 Plätzen wird damit zur ersten französischen Spielstätte, in der ein Spiel der regulären NFL-Saison ausgetragen wird.
Ticketverkauf: Preise und Nachfrage
Die Tickets sind seit dem 16. Juli auf den offiziellen Plattformen erhältlich, insbesondere bei Ticketmaster und auf der Website des Stade de France. Die Preise beginnen bei rund 56 Euro für die günstigsten Kategorien und steigen entsprechend für die Premium-Plätze. Die NFL hatte bereits einen Vorverkauf für ihre Abonnenten und Inhaber von Partnercodes gestartet, doch der allgemeine Vorverkaufsstart markiert den eigentlichen Startschuss für den Ansturm auf die Tickets.
Die NFL hat ihre Internationalisierungsstrategie seit mehreren Spielzeiten schrittweise ausgebaut. In London finden jährlich mehrere Spiele statt, in Deutschland wurden bereits reguläre Saisonspiele in München ausgetragen, und in Brasilien sowie Mexiko wurde die Begeisterung in Südamerika getestet. Frankreich, das bisher nur Zuschauer war, steigt mit diesem „Paris Game“ in die Liga der Großen auf. Die Wahl des Stade de France ist kein Zufall: 80.000 Plätze, eine für Großveranstaltungen eingespielte Infrastruktur und ein Pool an französischsprachigen Fans, den die Liga schon seit Langem im Blick hat. Der Termin am 25. Oktober 2026, einem Sonntag um 14:30 Uhr französischer Zeit, wurde so gewählt, um die Fernsehreichweite zu maximieren. Die NFL setzt zudem auf den „Rodgers-Effekt“: Sollte der Quarterback seinen Wechsel nach Pittsburgh bestätigen, gewinnt das Spiel eine zusätzliche Dimension. Aaron Rodgers wird, sofern er spielt, dem französischen Publikum einen Einblick in das Beste bieten, was die Liga auf seiner Position zu bieten hat.
Die Nachfrage dürfte enorm sein. NFL-Spiele im Ausland sind fast immer ausverkauft, und der französische Markt, der lange Zeit auf dieses Ereignis verzichten musste, könnte in Bezug auf die Zuschauerzahlen einige Überraschungen bereithalten. Der letzte Auftritt der Saints in London hatte mehr als 84.000 Zuschauer angezogen.
Eine offene Tür zur Zukunft
Dieses „Paris Game“ ist zweifellos nur der Anfang. Die NFL hat den französischen Markt schon seit Jahren im Blick: stetig steigende TV-Einschaltquoten, eine wachsende Fangemeinde, erfolgreiche Übertragungen auf beIN Sports und M6. Ein Spiel im Stade de France ist der Praxistest vor einer möglichen jährlichen oder halbjährlichen Präsenz auf französischem Boden.
Vorerst steht der Termin fest: Sonntag, 25. Oktober, 14:30 Uhr. American Football hält in Frankreich mit großem Aufgebot Einzug. Es bleibt abzuwarten, ob das französische Publikum, das als Kenner gilt, aber US-Sportarten gegenüber manchmal distanziert ist, die Tribünen in Saint-Denis füllen wird. Angesichts der Begeisterung der letzten Stunden scheint die Antwort bereits festzustehen.
