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Die algerische Nationalmannschaft hat ihren neuen technischen Chef. Der algerische Fußballverband hat am Samstag die Ernennung von Brahim Hemdani zum Cheftrainer der A-Nationalmannschaft beschlossen, mit Antar Yahia als Assistenten. Die Ankündigung beendet eine nach dem Abgang von Vladimir Petkovic begonnene Übergangsphase und bringt eine sehr algerische Wahl: einen ehemaligen Nationalspieler, der bereits im Verbandsumfeld tätig ist, um die Grünen neu zu beleben.
Eine interne Lösung statt eines ausländischen Wagnisses
Die Entscheidung fiel nach einer Sitzung des Verbandsbüros in Sidi Moussa.
Die Entscheidung fiel nach einer Sitzung des Verbandsbüros in Sidi Moussa. Mehrere Optionen waren im Gespräch, darunter ausländische Profile, doch die FAF bevorzugte letztlich eine Lösung der Kontinuität. Hemdani kennt den algerischen Fußball, seine Erwartungen und seine Fallstricke. Sein Name steht nicht für den großen Lebenslauf eines etablierten Trainers, bietet aber etwas anderes: Nähe zu den aufstrebenden Generationen und die Legitimität eines ehemaligen Spielers auf höchstem Niveau.
Das Signal ist klar. Nach Petkovic sucht Algerien nicht nur einen Techniker, der eine Startelf aufstellt. Vielmehr versucht man, rund um die Nationalmannschaft wieder Ordnung herzustellen – mit Persönlichkeiten, die mit der Kabine und der Öffentlichkeit sprechen können. Antar Yahia, ein starkes Symbol der jüngeren Geschichte der Grünen, bringt zudem eine offensichtlich emotionale Dimension ein. Das gewinnt kein Spiel, kann aber dabei helfen, eine gemeinsame Grundlage neu aufzubauen.
Im selben Zuge soll Moussa Saïb laut algerischen Medien als Generalmanager in den Betreuerstab aufgenommen werden. Die neue Struktur wirkt daher wie ein Team, das ebenso auf Betreuung wie auf Training ausgelegt ist, mit klar definierten Rollen rund um ehemalige Nationalspieler.
Hemdani kommt mit einem Ruf, den er erst aufbauen muss
Die wichtigste Debatte wird sich nicht um Brahim Hemdanis Vergangenheit als Spieler drehen, sondern um seine Erfahrung auf der Trainerbank. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der unter anderem bei Marseille und den Rangers spielte, kommt nicht mit dem geradlinigen Werdegang eines Nationaltrainers, der bereits große internationale Wettbewerbe erlebt hat. Genau darin liegen zugleich die Grenze und der Reiz dieser Entscheidung.
Die FAF scheint auf seine jüngste Arbeit bei den Nachwuchsnationalmannschaften und auf seine Kenntnis der neuen Spielergenerationen zu setzen. Diese Verbindung kann für eine Mannschaft entscheidend sein, die sich erneuern muss, ohne zu schnell den Kontakt zu ihren Führungsspielern zu verlieren. Algerien braucht Ergebnisse, aber auch eine klarere Erzählung nach teilweise verwirrenden Phasen. Hemdani muss daher eine sportliche Hierarchie klären, einen Spielstil festlegen und mit einem Druck umgehen, der in der algerischen Nationalmannschaft selten leise daherkommt.
Die Unterstützung von Antar Yahia kann in dieser ersten Phase Gewicht haben. Seine internationale Erfahrung, sein Verhältnis zu großen Spielen und seine Fähigkeit, das Trikot zu verkörpern, verleihen dem Betreuerstab ein wiedererkennbares Gesicht. Nun gilt es, diese symbolische Stärke in konkrete Entscheidungen umzuwandeln: Spielerliste, offensive Ausrichtung, defensive Balance und Umgang mit den Doppelstaatsbürgern.
Die ersten Kaderlisten werden viel verraten
Die Ernennung eröffnet vor allem eine Phase genauer Beobachtung. Die ersten Lehrgänge werden zeigen, ob Hemdani die jüngsten Entscheidungen fortsetzt oder die Erneuerung beschleunigt. Die Fans werden auf Namen warten, aber auch auf die Grundsätze achten: Wer spielt im Mittelfeld, welchen Platz bekommen die jungen Spieler, welchen Status haben die Führungsspieler und welchen Anspruch gibt es an das Spiel?
Der neue Nationaltrainer wird nicht den Komfort einer langen Flitterwochenphase haben. In Algerien lebt die Nationalmannschaft mit einem ständigen Anspruch, der mitunter schwer wiegt und oft leidenschaftlich vorgetragen wird. Seine erste Aufgabe wird darin bestehen, eine klare Richtung vorzugeben. Die Worte der offiziellen Bekanntgabe schließen ein Kapitel; die nächsten Spiele werden zeigen, ob dieser Stab ehemaliger Grüner eine stabilere Dynamik neu entfachen kann.


