Mit Unterstützung von KI-Werkzeugen verfasst und durch automatisierte Prüfungen kontrolliert.
Das französische Damentennis stellt drei Vertreterinnen im Hauptfeld des WTA-1000-Turniers von Toronto, dem letzten großen Prestige-Event vor den US Open. Am Samstag haben Loïs Boisson und Léolia Jeanjean jeweils ihr zweites Qualifikationsspiel gewonnen und sich damit Diane Parry angeschlossen, die direkt über ihre Weltranglistenplatzierung zugelassen wurde. Eine starke Gesamtleistung, die dem französischen Tennis guttut, das vor Flushing Meadows nach Orientierung sucht.
Boisson zügig, Jeanjean mit Aufholjagd
Die 22-jährige Französin fegte die Kolumbianerin Emiliana Arango in zwei Sätzen vom Platz (6-1, 7-6) und feierte dabei ihren ersten Sieg auf Hartplatz im Jahr 2026.
Loïs Boisson ließ auf dem Platz in Ontario nichts anbrennen. Die 22-jährige Französin fegte die Kolumbianerin Emiliana Arango in zwei Sätzen vom Platz (6-1, 7-6) und feierte dabei ihren ersten Sieg auf Hartplatz im Jahr 2026. Ein willkommener Befreiungsschlag für diejenige, die trotz einer Wildcard in Straßburg und einer Teilnahme in Wimbledon seit Saisonbeginn kaum in Fahrt kam. Boisson, die jenseits der Top 200 der Weltrangliste steht, brauchte dieses Ergebnis, um vor dem letzten Grand Slam des Jahres neuen Schwung zu holen.
Léolia Jeanjean musste dagegen tief in die Reserven greifen. Gegen die Chinesin Lin Zhu, Nummer 133 der Welt, gab die 28-jährige Montpelliererin den ersten Satz mit 6-2 ab, bevor sie eine spektakuläre Wende schaffte (6-2, 6-3). Sie benötigte 2 Stunden und 16 Minuten, um die hartnäckige Gegnerin zu bezwingen und sich zum zweiten Mal in Folge für das Hauptfeld der Canadian Open zu qualifizieren. Im vergangenen Jahr war ihr Lauf bereits in der ersten Runde gegen eine gesetzte Spielerin zu Ende gegangen; diesmal hofft die Nummer 117 der WTA-Rangliste, den Bogen zu spannen und mindestens eine Runde zu überstehen.
Parry, einzige Französin in den Top 100, vor einem Elite-Feld
Diane Parry trägt die Hoffnungen der Französinnen in einem Hauptfeld, in dem Aryna Sabalenka, die Nummer 1 der Welt, Elena Rybakina, Coco Gauff und Iga Swiatek vertreten sind. Die in Nizza geborene Spielerin, Nummer 53 der Welt, ist die einzige Französin in den Top 100 der WTA – ein Status, der sowohl ihr Talent als auch die aktuellen Schwierigkeiten des französischen Damentennis unterstreicht, dauerhaft Nachwuchs auf höchstem Niveau hervorzubringen. Ihre Saison auf Hartplatz war bisher wechselhaft: Viertelfinale in Dubai im Februar, aber frühes Aus in Miami und eine Niederlage in der zweiten Runde von Wimbledon gegen Anna Kalinskaya.
Die am vergangenen Donnerstag durchgeführte Auslosung könnte ihr einen schweren Auftakt bescheren. Da die gesetzten Spielerinnen in der ersten Runde geschützt sind, wird sie auf eine Spielerin außerhalb der Top 16 treffen – aber in einem so dichten Feld gibt es keine Verschnaufpause. Sabalenka, die letztes Jahr in Montreal pausiert hatte, kehrt nach Toronto zurück mit dem Ziel, vor Flushing Meadows Punkte zu sammeln. Swiatek wiederum will ihre im Halbfinale von Wimbledon gegen die überraschende Mirra Andreeva verlorene Partie vergessen machen.
Herausforderungen und Perspektiven
Die ersten Runden finden ab diesem Montag auf den Plätzen des Sobeys Stadium statt. Für Boisson und Jeanjean wird jeder weitere Sieg in der französischen Hierarchie schwer wiegen und vor den Qualifikationen zu den US Open einen wertvollen Vertrauensschub geben. Hinter Parry sucht das französische Tennis nach einem Nachwuchs, der sich dauerhaft in den Top 100 der Welt etablieren kann. Toronto könnte sich als Sprungbrett erweisen.