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Das jährliche Großereignis der International Fight Week wurde für den irischen Superstar zum Albtraum. Am Samstag, dem 11. Juli, feierte Conor McGregor in der T-Mobile Arena in Las Vegas nach fünfjähriger Pause sein Comeback im Octagon. Dreizehn Jahre nach ihrem ersten Duell traf er im Hauptkampf der UFC 329 erneut auf Max Holloway. Der Kampf dauerte nur wenige Sekunden: Schon beim ersten Schlagabtausch gab das Knie des „Notorious“ nach, sodass er am Boden liegen blieb, das Gesicht vor Schmerz verzerrt.
Ein grausames Szenario für denjenigen, der versprochen hatte, wieder der König der Gewichtsklasse zu werden. Holloway zeigte sich fair und feierte diesen durch eine Verletzung errungenen Sieg nicht übermäßig. Der Hawaiianer verbuchte damit seinen dritten Sieg in Folge und positioniert sich erneut als legitimer Anwärter auf den Titel.
Ein grausames Szenario für denjenigen, der versprochen hatte, wieder der König der Gewichtsklasse zu werden.
Saint-Denis in der Falle
Auch der andere vom französischen Publikum mit Spannung erwartete Kampf fand ein vorzeitiges Ende. Benoît Saint-Denis, ein ehemaliger Angehöriger der Spezialeinheiten, stürzte sich gleich zu Beginn auf Paddy Pimblett. Diese Aggressivität ging jedoch nach hinten los. Der Brite, der ebenso für seine provokanten Äußerungen wie für seine Kampfkunst bekannt ist, nutzte die Gelegenheit. Guillotine-Choke, Umpositionierung, konstanter Druck: Nach sechzig Sekunden klopfte „BSD“ ab. Die erste Niederlage durch Aufgabe für den Franzosen in der UFC, wodurch sich sein Weg in die Top 15 deutlich verdunkelt.
Pimblett hingegen bestätigt, dass er nicht nur ein Medienphänomen ist. Seine Bilanz in der Organisation verbessert sich auf 7:0, und er forderte sofort einen Gegner aus den Top 10 für seinen nächsten Kampf heraus.
Eine glanzlose Hauptkarte
Der Rest der Hauptkarte bot technische Kämpfe, jedoch ohne den erhofften Funken. Cory Sandhagen dominierte Mario Bautista nach Punkten in einem taktischen Kampf im Bantamgewicht. Die einstimmige Entscheidung ist unumstritten, doch das Publikum in Las Vegas war kaum begeistert. Sandhagen bleibt im Titelrennen, ohne jedoch die Hierarchie durcheinanderzubringen.
Im Leichtgewicht setzte sich Bobby Green in einem von Clinchs geprägten Kampf gegen Terrance McKinney durch. Der 39-jährige Veteran Green beweist, dass er den jüngeren Generationen noch immer auf Augenhöhe begegnen kann.
Poiriers Abschied rückt in den Fokus
Dieses Wochenende legt die UFC bereits mit einer Fight Night in Oklahoma City am 18. Juli nach, bei der Dricus Du Plessis gegen Kamaru Usman antritt – ein Kampf mit weitreichenden Auswirkungen für die Mittelgewichtsklasse. Doch alle Augen richten sich bereits auf die UFC 318 am 20. Juli in New Orleans, wo Dustin Poirier angekündigt hat, sich im Kampf gegen Max Holloway vom MMA zu verabschieden – der damit möglicherweise zwei Kämpfe innerhalb von neun Tagen bestreiten würde. Ein vollgepacktes Programm, das den heißen UFC-Sommer auf höchstem Intensitätsniveau hält.
Ein Zeitplan, der keine Verschnaufpause lässt
Das Programm für Juli 2026 verdeutlicht die Strategie der kalifornischen Organisation, das Publikum nach der International Fight Week weiterhin in Atem zu halten. Mit einer rasanten Abfolge von UFC 329 in Las Vegas, der Fight Night in Oklahoma City und UFC 318 in New Orleans setzt der Sommer-Fahrplan auf narrative Kontinuität. Poirier seinerseits bereitet seinen Abschied mit der ihm eigenen Disziplin vor. Dieser letzte Kampf gegen Holloway bildet den Abschluss einer langen Rivalität, die die jüngste Geschichte der Leichtgewichtsklasse geprägt hat. Für den Hawaiianer zeugt die Annahme dieses Kampfes, kaum dass er sich von der UFC 329 erholt hat, von außergewöhnlichem Engagement. Der Zeitplan ist eng, doch die Aussicht, diesen Kreis zu schließen, scheint mehr Gewicht gehabt zu haben als die Vorsicht. Für die UFC ist das Ziel klar: diese Sommertour zu einer fortlaufenden Geschichte zu machen und Poirier den Abschied zu bieten, den er verdient – als krönenden Abschluss.
